Nach langer, langer Wartezeit wurden jetzt endlich die ersten zwei Baby Red-Cherry-Garnelen gesichtet. Ein Baby ließ sich sogar fotografieren, auch wenn es etwas verschwommen ist.
Das Baby auf diesem Foto ist ca. 2mm lang und noch komplett weiß, nur die schwarzen Augen sind mit etwas Fantasie zu erkennen. Wir werden weiter berichten und versuchen, bessere Fotos zu bekommen.
In den letzten Tagen wurden die Blasen aus unserer Bio-CO2-Anlage zusehends weniger. Außerdem konnte man erkennen, dass kein Druck durch die Gährung mehr vorhanden war, denn aus dem Aquarium drückte das Wasser in den Schlauch.
Innerhalb weniger Minuten war ein neuer Ansatz gekocht, und nach ca. einer halben Stunde war der Guß so fest dass ich mit Wasser, Zucker und Hefe auffüllen konnte. Dann wurde die Flasche mit dem alten Ansatz durch die neue ersetzt. Danach habe ich noch die Waschflasche ausgespült und neu befüllt.
Möglicherweise auch bedingt dadurch, dass der Guß noch etwas warm war, stiegen nach weiteren 30 min. in der Waschflasche die ersten Blasen auf und durch den steigenden Druck wurde das Wasser aus dem Schlauch wieder ins Becken gedrückt.
Acht Wochen hat unser erster Ansatz vom Bio-CO2 also ausgereicht. Sicher sind die Mengen an Zucker und Hefe, so wie die Umgebungstemperatur ausschlaggebend dafür wie lange ein Ansatz hällt und wie viel CO2 abgegeben wird.
Jetzt hoffe ich, dass ich das Algenproblem bald in den Griff bekomme ohne Chemie einsetzen oder das Becken neu einrichten zu müssen.
P.S.: Ich denke darüber nach den Ausströmer der Anlage durch einen richtigen Flipper zu ersetzen, damit sich das CO2 noch besser im Wasser lösen kann. So steigt doch eine erhebliche Menge CO2 ungenutzt an die Wasseroberfläche.
Vorab sei gesagt, dass die Algen noch immer fleißig wachsen. Allerdings habe ich auch schon mehrfach gelesen dass es schon ein wenig Geduld und Arbeit erfordert eh man die Algen wieder los wird. Wir könnten natürlich auch den schnelleren Weg wählen und die Algen mittels “chemischer Keule” beseitigen, allerdings würde das wahrscheinlich auch einigen Bewohnern das Leben kosten. Also werde ich weiter wöchentlich Algen zupfen und weiere Maßnahmen zur natürlichen Algenbekämpfung ausprobieren.
Außerdem eignen sich die Algenneter am Boden und im Javamoos praktischerweise auch als zusätzliche Versteckmöglichkeiten für Jungtiere, denn es gab erneut Platy-Nachwuchs (habe 1 oder 2 neue gesehen), und in Kürze wird es den ersten Garnelen-Nachwuchs geben. Bei mehreren Garnelen ist eindeutig der sog. Eifleck zu sehen und die größte Garnele trägt seit einiger Zeit die Eier im deutlich geschwollenen Hinterleib. Eigentlich müßte es jeden Tag soweit sein, dass sie die Jungtiere in die Freiheit entlässt. Wir warten auf jeden Fall schon gespannt auf die kleinen Nelies
Im Aquarium tummeln sich diverse elektrische Geräte, eine Pumpe oder ein Filter, Beleuchtung, vielleicht eine Heizmatte. Alle Geräte im Aquarium müssen sehr gut gegen eindringendes Wasser geschützt sein, sonst gibt es einen Kurzschluss (Glück gehabt – Sicherung löst aus) oder das Wasser steht unter Strom (Pech gehabt – das merkt man erst beim nächsten reingreifen). Auch Geräte, die nicht direkt im Wasser liegen, sind potentiell gefährdet, denn Aquariumswasser kann sich auch leicht verselbstständigen – zum Beispiel durch Schläuche oder undichte externe Filter.
Was passiert also, wenn das Wasser unter Strom steht. Zunächst: Gar nichts. Erzeugt das Wasser nicht direkt einen Kurzschluss, löst keine Sicherung aus und ob am Wasser eine Spannung anliegt oder nicht ist den Fischen eigentlich egal. Wenn allerdings dann eine Hand das Wasser berührt, entspricht dies dem Anfassen einer offenen Steckdose mit nassen Händen. Die Spannung ist tödlich und und das Wasser setzt den oft noch rettenden Widerstandswert der Haut massiv herab.
Hier hilft ein so genannter Fi – Schutzschalter: Der Fi kontrolliert permanent den Stromkreis. Einfach gesagt: Fließt weniger Strom rein als wieder rauskommt, ist etwas kaputt und der Fi unterbricht die Stromversorgung schnell genug, dass kein Mensch zu Schaden kommt.
Ein Fi gehört in jede verantwortungsvolle Elektroinstallation – ist für Aquarien allerdings noch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Billiger als eine aufwendige Nachrüstung der Hauselektronik ist eine Steckdosenleiste mit integriertem Fi-Schalter. Hier werden 6 Steckdosen abgesichert, die dann bedenkenlos mit Pumpe, Licht und Heizung bestückt werden können. Selbst wenn die Aquariums – Bewohner die Kabel anknabbern werden tödliche Stromschläge wirkungsvoll verhindert.
Eine passende Steckdosenleiste findet Ihr hier: http://shop.tsbz.de/LA500462077_Bachmann_Steckdosenleiste_FI-Schutzschalter.html
Die meisten Probleme frisch eingerichteter Aquarien haben wir glücklicherweise ausgelassen. Eines lässt uns aber nicht in Ruhe: Algen, genauer gesagt Fadenalgen. Sie wuchern ausgiebig auf Filter, Boden, Einrichtung und teilweise sogar auf anderen Pflanzen.
Als erste Maßnahme haben wir die Fütterung deutlich zurückgefahren: Zur Zeit bekommen die Bewohner nur noch jeden zweiten Tag Futter. Da sich allerdings Schnecken, Platys und Garnelen ohnehin lieber über die Algen hermachen, ist dass gar nicht so schlimm.
Zum Einzug der Garnelen haben wir ein Stück Gurke zur Ablenkung eingebracht und durch die große Beliebtheit danach auch zwischenzeitlich nochmal welche angeboten. Allerdings kommt damit natürlich auch viel Nahrung ins Wasser – und die Algen freuen sich.
Gestern war es dann soweit: Ein Frühjahresputz sollte die Algen zurückdrängen. Dazu wurden zunächst die Einrichtungsgegenstände entnommen und in einer Plastikwanne von Schnecken und anderen erwünschten Bewohnern befreit. Dann wurden die Algen von Hand abgezupft und entsorgt, die Reste – vor Allem in den Ritzen der Baumwurzel – wurden im Kochtopf ausgekocht und dabei hoffentlich abgetötet Der Boden wurde mit einem Mulmsauger gereinigt.
Ob die restlichen Algen von Schnecken, Garnelen und Platys im Zaum gehalten werden können, wird die Zukunft zeigen.